Meine Rolle & die pädagogischen Ziele

Jedes Kind sollte selbst seine eigene Lebensgeschichte schreiben und seine Identität finden. So wie die Reggio-Pädagogik sehe ich auch das Kind als Konstrukteur seiner Entwicklung, seines Wissens und Könnens.

  • Kindern mit Wertschätzung und Anerkennung begegne
  • für die Kinder eine anregende Umgebung gestalte
  • das Tun der Kinder beobachte und dokumentiere
  • jedes Kind als Individuum betrachte
  • Kinder mit situationsbedingten Bildungsangeboten fördere
  • die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehme
  • Kinder inspiriere und sie dazu bewege, ihre Selbstwirksamkeit zu erleben
  • die Autonomie der Kinder anerkenne
  • Partizipation der Kinder ermögliche
  • den Kindern Sicherheit, Rituale und Struktur gebe
  • meine Vorbildfunktion für die Kinder ernst nehme.

Darüber hinaus möchte ich Kinder dabei unterstützen, mit Herausforderungen emotional umgehen zu lernen. Ich finde, dass das Konzept Pestalozzis „Lernen mit Kopf, Hand und Herz“, sowie die Werte „Respekt vor Mensch, Natur und Umwelt“ für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sehr wichtig sind.

Weitere pädagogische Ziele, welche mir am Herzen liegen sind, dass Kinder:

  • Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zeigen
  • ein Verantwortungsgefühl entwickeln
  • selbstständig und weltoffen sind
  • Empathie und Gemeinschaftsgefühl entwickeln
haus der kleinen schmetterlinge kindertagespflege großniedesheim

Eingewöhnungszeit

Die Verwandlung der Schmetterlinge assoziiere ich mit der Entwicklung eines Kindes von der Geburt bis zum Erwachsenen-Leben. Sowohl die Schmetterlinge als auch die Kinder haben bei ihrer Entfaltung viele Übergänge zu bewältigen.

Meine Aufgabe sehe ich darin, ihre Übergänge so zu gestalten, dass sie sich wohlfühlen. Deshalb lege ich sehr großen Wert auf die Eingewöhnungsphase, indem ich das individuelle Tempo des Kindes und der Eltern berücksichtige.

Mir ist wichtig, dass sich das Kind in seiner neuen Umgebung sicher und willkommen fühlt. Zu einer gelungenen Eingewöhnung gehören ebenfalls die Wertschätzung, die feinfühlige Interaktion mit dem Kind, sowie die Qualität des Bindungsaufbaus. Sobald eine Vertrauensbeziehung aufgebaut wurde und alle Beteiligten sich bereit fühlen, kann die Familie über den Zeitpunkt der ersten Trennung aktiv mitentscheiden.

Die Eingewöhnung ist dann erfolgt, wenn das Kind und die Eltern bereit sind, die erste Trennung durchzuführen, eine vertrauensvolle Bindung zwischen dem Kind, mir und der Gruppe aufgebaut ist.

  • Aufnahmegespräch (Kennenlernen, Informationstausch, Eingewöhnungsprozess)
  • Beginn der Eingewöhnungszeit (steigende Schnupperzeiten mit einem Elternteil /Bezugsperson, ca. 1 Woche, ich habe die Rolle der Beobachterin)
  • Sicherheit gewinnen (Ich gehe aktiv auf das Kind zu, übernehme immer mehr die Aufgaben der Eltern, baue eine Beziehung zum Kind auf und achte auf die Signale des Kindes, ca. 1 Woche)
  • Vorbereitung des Abschieds (Eltern und Kind sind bereit die erste Trennung durchzuführen, kurze aber steigende Abwesenheiten der Eltern, wobei sie abrufbereit sind, ca. 1 Woche)
  • Die Eingewöhnung ist abgeschlossen. Das Kind erlebt nun den Alltag und die Rituale zusammen mit mir und der Gruppe. Die Eltern halten sich nicht mehr in der Kindertagespflegestelle auf.

Der Alltag

Ankommen:

Kind und Elternteil kommen entspannt in der Kindertagespflege an, Austausch und Übergabe des Kindes, Abschied Eltern-Kind.

Frühstück:

In einer Wohlfühlatmosphäre genießen wir gemeinsam das Frühstück und tauschen uns aus.

Morgenkreis: Ich begrüße die Kinder namentlich mit einem Lied, wir sprechen darüber wer da ist und wer fehlt, spielen ein Kreis- oder Fingerspiel, wir gestalten gemeinsam den Tagesplan.

Freispiel: Kinder finden sich im Alleinspiel oder gemeinsam mit anderen Kindern, sie lernen und erfahren ihre Grenzen und das Miteinander (Gemeinschaftsgefühl, Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstwirksamkeit).

Outdoor-Angebot: Bei geeignetem Wetter spielen oder spazieren wir draußen im Wald oder im Garten, damit die Kinder die Natur erforschen und beobachten können.

Mittagessen: Auch das Mittagessen wird mit Ritualen und Tischsprüchen zu einem besonderen gemeinsamen Erlebnis für die Kinder.

Schlafen: Mit einer entspannten Schlafmusik oder einem Märchen geht es für die Kinder in den süßen Mittagsschlaf.

Snack: Nach dem Mittagsschlaf gibt es ein gesundes Angebot an Snack aus Obst & Gemüse.

Abholzeit: Wir lassen gemeinsam den Tag ausklingen, bis die Kinder von den Eltern abgeholt werden.

Ernährung der kleinen Schmetterlinge

Es ist mir sehr wichtig eine ausgewogene Kinderernährung anzubieten, welche Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe), gesundheitsfördernde Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefert. Diese Form der Ernährung basiert hauptsächlich auf Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs, die möglichst gering verarbeitet sind und frisch zubereitet werden.

Ich achte bei meinem Einkauf auf regionale und saisonale Produkte, sowie auf eine nachhaltige und klimafreundliche Ernährung anzubieten.

Das gemeinsame Essen fördert das soziale Miteinander, die Kommunikation, das Bewusst werden von Hunger- und Sättigungssignalen und prägt Essgewohnheiten. Es bietet Tagesstruktur und Orientierung. Wiederholte Abläufe schaffen Vertrautheit und geben Sicherheit.

Auch der Umgang mit Geschirr und Besteck wird geübt und damit wird ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit gelegt. Die Kindertagespflege bietet eine wesentliche Grundlage für die Kinder, um die Esskultur näher kennenzulernen.

Schon beim Aufnahmegespräch mit den Eltern wird die Nahrung des Kindes thematisiert und Besonderheiten werden berücksichtigt. Mit dieser Haltung möchte ich zeigen, dass das Kind mit seinen Bedürfnissen im Fokus steht.

Die Hände im Badezimmer zu waschen ist für die Kinder ein Vergnügen. Dort findet die Erforschung des Wassers statt und durch das Reiben der Seife entstehen viele kleine Seifenblasen, die ebenfalls für Spaß sorgen.

Wir in der Erziehungspartnerschaft

Ein wichtiger Aspekt für eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern stellt für mich die Kommunikation dar, welche sich durch Offenheit, Ehrlichkeit und Wertschätzung kennzeichnet.

Die Eltern sind und bleiben die Experten ihres Kindes. Ich verstehe mich als ergänzende Person im Erziehungsprozess des Kindes und als Unterstützung für die Familie. Im Fokus dieser engen Erziehungspartnerschaft steht die persönliche Entwicklung des Kindes in allen Handlungsbereichen und sein Wohlbefinden.

Ebenfalls sehr wichtig ist der Informationsaustausch zwischen Eltern und mir über Erziehungsstile, Erziehungsziele und Bildung, welcher von Anfang an klar definiert werden sollten. Darauf können wir gemeinsam aufbauen und die Erkenntnis gewinnen, dass wir dieselben Ziele verfolgen.

Es ist wichtig, dass ich Sie oder eine von Ihnen genannte Person im Notfall umgehend erreichen kann. Daher bitte ich Sie, die entsprechenden Kontaktdaten bei mir zu hinterlassen und dafür Sorge tragen, dass diese stets aktuell sind.

Bitte geben Sie mir auch die Namen von den Personen bekannt, die das Kind abholen dürfen. Diese sollten sich beim ersten Kontakt ausweisen können.

Schmetterlinge fliegen weiter

Angemessene Abschiede erleichtern den Übergang in neue Lebensabschnitte. Nun dürfen die Kinder in einer neuen Welt voller Überraschungen und Abenteuer des Kindergartens übergehen. Der Übergang in den Kindergarten heißt von mir und von Spielkameraden Abschied zu nehmen.

Diese Trennung bereiten wir gemeinsam vor, in dem wir Gespräche führen und gemeinsame Aktivitäten unternehmen, die helfen, die Situation gut zu bewältigen. Dabei machen wir eine Zeitreise durch die bedeutendsten Momente in der Kindertagespflegestelle.

Es ist sowohl ein Ende als auch ein Neubeginn einer Lebensphase. Es ist wichtig den Abschied so zu durchleben, dass der Schritt zur weiteren Entwicklung und Reife so gut wie möglich gelingen kann.

Somit geht eine märchenhafte Geschichte im Haus der Schmetterlinge zu

Ende

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